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Mein Kind hört nicht auf mich

Meine 3 besten Tipps, wie dein Kind besser auf dich hört.

Dein Kind hört nicht auf dich? Du hast oft das Gefühl, du redest gegen eine Wand?

Oder dein Kind mault dich immer an, wenn es irgendetwas erledigen sollte?

Dein Kind hält sich nicht an Abmachungen?

Und du? Bist inzwischen richtig genervt, aber auch traurig und ratlos?

„Wie um Himmels Willen verschaffe ich mir denn Gehör, ohne Strafen anzudrohen?“

Diese Frage habe ich mir früher auch öfter gestellt. Ich wollte ein harmonisches Familienleben, wo man sich gegenseitig respektiert und man gemeinsam an einem Strang zieht. Ich wollte meine Kinder nicht anschreien und ihnen auch nicht mit Konsequenzen drohen müssen. Trotzdem war es mir ein Anliegen, dass sie sich an gewissen Aufgaben beteiligen und, dass ich nicht alles hundert Mal sagen muss.

Naja, immer liebevoll zu bleiben und die Bedürfnisse des Kindes wahrzunehmen, wenn es grad anstrengend ist, klingt einfach. Ja, so eine Mama will ich sein. Ich will wertschätzend und achtsam im Umgang mit meinen Kindern sein. Wie so oft, klingt die Theorie sehr idyllisch und einfach, doch die Praxis holt einen sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Jammern hilft einem da aber auch nicht weiter.

Was einem jedoch hilft, ist Fragen zu stellen! Die richtigen Fragen, wohlgemerkt!

„Was braucht mein Kind, um lieber auf mich zu hören?“

Das ist eine Frage, die dir hier wirklich weiterhilft! Eine andere wichtige Frage wäre:

„Was brauche ICH, um gelassener auf nerviges Verhalten meiner Kinder zu reagieren?“

Darauf werde ich in ein anderes Mal eingehen. Heute möchte ich mich mal mit der ersten Frage beschäftigen:

„Was braucht mein Kind, um lieber auf mich zu hören?“

Wenn ich mir auf wertschätzende Art Gehör verschaffen will, führt kein Weg daran vorbei, herauszufinden, welche Bedürfnisse ich bei meinem Kind stillen muss, um sich von mir an die Hand nehmen und führen zu lassen.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Je besser , stärker, inniger die Beziehung, desto weniger Probleme wird es geben. Warum? Weil eine gute Beziehung unter anderem ein Zeichen dafür ist, dass die Bedürfnisse des Kindes gestillt sind.

Bedürfnis nach Liebe, nach Zugehörigkeit, nach Lob und Anerkennung, nach Zeit mit Mama oder Papa, nach Körperkontakt.

Hat ein Kind davon genug, lässt es sich viel leichter führen.

Hat es zu wenig davon, wird es anstrengend. Mit seinem unliebsamen Verhalten schreit es eigentlich nach Liebe. Irgendein Bedürfnis wird nicht gesehen und nicht erfüllt. So bewusst nimmt das ein Kind natürlich nicht wahr. (Nicht mal Erwachsene können das bei sich immer so genau wahrnehmen). Unbewusst schreit es eben durch anstrengendes Verhalten nach Aufmerksamkeit.

Es gilt also, diese Bedürfnisse deines Kindes zu erkennen und zu befriedigen.

(Etwas Wichtiges muss hier noch angemerkt werden: Eine Beziehung ist nicht automatisch immer gut, wenn sie mal gut aufgebaut ist. Verschiedenste Situationen oder Vorkommnisse können die Eltern-Kind-Beziehung immer wieder erschüttern. Man muss also laufend dranbleiben und an der Beziehung „arbeiten“.)

Hier meine 3 besten Tipps, wie ich auch selbst immer wieder innerhalb kürzester Zeit für mehr Frieden sorge, wenn es bei uns grad anstrengend wird:

  1. Lob und Anerkennung

Wenn ich meiner fast elfjährigen Tochter sage, dass ich stolz auf sie bin, weil sie mir geholfen hat die Kleinen ins Auto zu befördern oder wenn ich ihre Zeichnung bewundere und ihr wieder mal sage, was sie doch für ein künstlerisches Talent hat (das hat sie wirklich, Lob muss immer ehrlich gemeint sein), kann ich mit fast 100%iger Gewissheit voraussagen, dass sie mir an diesem Tag freiwillig beim Wegräumen der Spielsachen hilft (die IHRE GESCHWISTER hergeräumt haben).

Genauso kommt mein fast vierjähriger Sohn abends viel eher der Aufforderung nach, sich die Zähne zu putzen und den Pyjama anzuziehen, wenn ich ihm davor gesagt habe, wie schön ich es finde, dass er seine Spielsachen mit seinen Geschwistern teil (tut er wirklich oft) oder was für eine große Hilfe er ist, wenn er mir hilft den Tisch abzuräumen.

  1. Körperkontakt

Manchmal ist es auch tatsächlich die körperliche Zuwendung, die einem Kind fehlt. Wenn mein Sohn seine Geschwister ärgert und sie – wie auch mich – haut, dann ist die sekundenschnelle Lösung oft, dass ich ihn hochnehme und ein bisschen herumtrage. Alles bitten und ermahnen, er möge seine Geschwister in Ruhe lassen, bleibt hingegen ungehört oder stachelt ihn sogar noch mehr auf.

Mir würde eigentlich gar nicht in den Sinn kommen, dass es meinen Kindern an Körperkontakt mangelt. Wir kuscheln und umarmen uns viel. Aber manchmal ist dieses Bedürfnis ausgeprägter, als man als Mama annehmen würde.

Stelle auch während des Tages immer wieder Körperkontakt her. Umarme dein Kind zwischendurch, streichle ihm über den Kopf, leg ihm deine Hand auf seine Schulter. Berühre vor allem dein Kleinkind auch, wenn du es um etwas bittest. So ist dir seine Aufmerksamkeit gewiss. Kinder sind oft so vertieft in ein Spiel oder in Gedanken, dass sie unsere Worte gar nicht wahrnehmen.

  1. Zeit zu zweit

Die Exklusivzeit mit jedem Kind ist die eine Sache, bei der Eltern oft an ihre Grenzen stoßen. Denn Zeit hat man ohnehin zu wenig. Es scheint oft unmöglich, noch exklusive Zeit für jedes Kind täglich unterzubringen. Mir geht es genauso. Das ist in der Tat eine Herausforderung.

Lass dir jedoch gesagt sein – wenn du es schaffst, euch diese Zeiten zu SCHENKEN, wird es im Handumdrehen leichter mit deinen Kindern. Ob du es glaubst oder nicht, ja, sie hören dann plötzlich auch mehr auf dich.

Überlege dir also, wie du diese Exklusivzeiten für jedes Kind einplanen kannst. Ja! EINPLANEN! Denn wenn du sie nicht fix einplanst, sondern darauf wartest, wann mal eben Zeit ist – dann wird nix daraus! So ehrlich müssen wir sein 😉

Ich mache es zb so:

Vormittags, wenn die 2 Großen in Schule und Kindergarten sind, nehme ich mir bewusst Zeit für die Kleine, die noch daheim ist. Jaaaaa, ich bin zwar eh daheim, aber auch ich habe tausend Dinge zu tun. Die Gefahr ist groß, dass die Kleine da einfach nur so nebenbei „mitläuft“. Also wird die Spielzeit mit ihr fix eingeplant.

Mit allen 3 Kindern wird’s dann schon schwieriger. Ich bitte manchmal meine Große, mit der Kleinsten zu spielen und nutze die Zeit dann, um etwas mit meinem Mittleren zu machen. Oder ich gebe meiner Jüngsten eine tolle Beschäftigung (sie spielt relativ leicht alleine – wenn der Zeitpunkt grünstig ist 😉 ) um mit meinem Mittleren etwas zu spielen. Meine Älteste verschwindet ohnehin oft in ihrem Zimmer oder ist unterwegs.

Am schwierigsten ist die Exklusivzeit mit meiner Ältesten. Denn die zwei Kleinen sind halt auch immer da. Fix eingeplant habe ich täglich, mich abends, wenn die Kleinen schlafen, zu ihr ans Bett zu setzen. Ich massiere sie dann, während wir über ihren Tag reden (Körperkontakt + Zeit zu weit – zwei Fliegen auf einen Schlag 😉 ).

An den Wochenenden, wenn mein Mann auch daheim ist, gestaltet es sich natürlich einfacher, weil er dann auf die Kleinen schauen kann, während ich mit meiner Großen etwas mache. Überhaupt planen wir die Exklusivzeiten für die Kinder mit jedem Elternteil an den Tagen, wo auch mein Mann da ist, ganz bewusst ein. Anders funktionierts nunmal nicht. Wie gesagt, wenn man drauf wartet, bis zufällig grad nichts anderes zu tun, dann wird es nie passieren. Oder ist dir schon mal unerwartet etwas Zeit übriggeblieben? Niemals 😉

Noch ein wichtiger Punkt, der nicht unerwähnt bleiben darf: Für diese Exklusivzeiten mit jedem Kind, plane ich 10 bis 15 Minuten ein. Nicht mehr.

Klingt wenig? Was soll das bringen?

Mal ehrlich, eine halbe Stunde oder mehr pro Tag, bei mehreren Kindern, lässt sich realistisch gesehen kaum umsetzen. Sehr schnell verliert man dann die Motivation, weil man schnell merkt, dass es nicht funktioniert. Also besser kurze Zeiten einplanen, diese dann wirklich intensiv mit dem Kind nutzen und auch konsequent dabei bleiben. Das wird wirklich einen Unterschied machen! Regelmäßig zehn Minuten am Tag sind auf jeden Fall effektiver, als eine Stunde alle 2 Wochen.

Probiere es aus und staune, wie sehr sich diese täglichen zehn Minuten positiv auf dein Kind und sein Verhalten und somit auch auf eure Beziehung auswirken.

Übrigens: Was dir auch unglaublich viel Leichtigkeit und Ruhe in euren Alltag bringt, kannst du in einem meiner weiteren Artikeln lesen: Unglaublich wichtig und heilsam – Rituale

Weiters kannst du dir hier die 5 Top-Tipps holen um die Beziehung zu deinem Kind zu stärken, die Verhaltensauffälligkeiten deines Kindes auflösen können.

Und wenn du wissen willst, was ich dir aus dem Alltag mit zwei Kleinkindern unter 2 Jahren berichten kann, und warum ich HEUTE anders darüber denke als damals, dann klicke hier

Ich wünsche dir eine schöne Zeit mit deinen Kindern 😊

Alles Liebe,

Mrs MamaFlow – Claudia

P.S.: Wünscht du dir schon länger mehr Leichtigkeit mit deinem Kind, weißt aber nicht so richtig, wie du das hinbekommst? Dann schau mal hier

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3 Gedanken zu „Mein Kind hört nicht auf mich“

  1. Ich finde das total super. Deswegen ist mein Kind (14 Mon.) so toll und brav. Genau diese Aspekte die in ihren Tipps sind, führe ich von Anfang an ( eigentlich unbewusst) durch. Ganz liebe Grüße Sabine K.

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